MOTONIK: Motorrad, Touren, Technik

Herzlich willkommen bei MOTONIK!

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Motorradausstellung Daaden 2016

Vielen Dank an alle, die uns an unserem Stand besucht haben.

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MOTONIK steht für Motorrad - Touren - Technik.
Und genau um diese Dinge soll es auf den folgenden Seiten auch gehen.

Motorrad - damit sind meine Mietmotorräder gemeint

Einfach einmal einen Abend, einen Tag oder ein Wochenende Motorrad fahren! Oder einmal im Jahr mit den Freunden eine ausgedehnte Motorradtour unternehmen. Tja, schön wäre es ja, aber leider ist noch kein eigenes Motorrad vorhanden, oder aber das Motorrad wurde schon vor Jahren wieder abgeschafft. Für alle die zwar einen Motorradführerschein aber kein Motorrad (mehr) besitzen, habe ich Leihmotorräder. Oftmals lohnt sich heutzutage für viele auch aus Zeitmangel oder Kostengründen die Anschaffung eines eigenen Motorrades nicht mehr.
Vorteile beim Motorradmieten:

  • Keine Anschaffungskosten
  • Keine laufenden Kosten für Steuer, Versicherung, Inspektionen, Wartung, Verschleiß …
  • Der Platz in der Garage wird wieder frei
  • Die Möglichkeit, verschiedene Modelle fahren zu können
  • Kein eigener Pflegeaufwand

Gerade für Wenigfahrer ist ein Mietmotorrad eine kostensparende Alternative zur Anschaffung eines eigenen Motorrads und nach Absprache können auch längere Mietzeiten vereinbart werden.
Für den Transport von Motorrädern ist ein gebremster Motorradtransportanhänger mit 100km/h-Zulassung als Mietfahrzeug vorhanden. Er ist für den sicheren Transport von 1 oder 2 Motorrädern geeignet. Gerade bei der nächsten Urlaubstour läßt sich die Anreise hiermit entspannter überstehen und man schont auch die teuren Reifen. Es besteht die Möglichkeit nur den Anhänger zu mieten, oder ich übernehme nach Absprache auch Transporte von A nach B.
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Touren - Geführte Motorradtouren. Von 3 Stunden bis 4 Tagen ist alles möglich

Unsere Region, das Siegerland und das nahe Sauerland, bietet sich geradezu für Motorradtouren an. Ich habe mehrere Touren ausgearbeitet, die sich vom Anspruch wie auch von der Streckenlänge sehr unterscheiden. Es ist wirklich für jeden was dabei.
Ich möchte Einzelfahrer wie auch ganze Gruppen ansprechen, die sich ohne eigene zeitaufwendige Planung einfach mal führen lassen wollen. Die Touren führen überwiegend über landschaftlich schön gelegene Landstraßen und durch herrliche waldreiche Landschaften. Die Gruppe bestimmt dabei das Tempo und sollte aus max. 8-9 Motorrädern bestehen.
Bei der Suche nach einer Unterkunft kann ich gerne behilflich sein und mehrere Übernachtungsmöglichkeiten empfehlen.
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Technik - Online Shop, Motorradzubehör und Ersatzteile

Hier könnt Ihr (fast) alles rund ums Motorrad bekommen!
Ersatzteile, Gebrauchtteile, Zubehör, Gepäcksysteme, Helme, Bücher...

Da ich alle Artikel möglichst preisgünstig anbieten möchte, müssen die Kosten so gering wie möglich sein. Aus diesem Grund ist nur eine sehr geringe Lagerhaltung vorgesehen. Aber viele Teile sind innerhalb kürzester Zeit verfügbar und versandbereit. Auf der MOTONIK Shop Seite werden immer ganz aktuelle Angebote eingestellt, z.B. Einzelstücke, Rabattaktionen...  

                                      +++ SEITE WIRD ZURZEIT UMFANGREICH ERWEITERT +++

Egal was Ihr sucht, einfach mal nachfragen!!

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Wie alles begann

Ich habe seit geraumer Zeit das 40te Lebensjahr überschritten und fahre gerne und oft in meiner Freizeit Motorrad. Das Ausarbeiten von Motorradtouren mit Streckenauswahl, Haltepunkten, Sehenwürtigkeiten,  Motorradtreffs macht mir einfach Freude. Die letzten Jahre begleitet mich meine Frau nicht mehr auf dem Soziussitz sondern auf ihrem eigenen Motorrad und so kommt es dann, dass man einen etwas ausgedehnteren Motorradurlaub macht.
Als Beispiel: 2007/2008: Luxemburg und Belgien, 12 Tage Schottlandrundfahrt, Fränkische Schweiz, Odenwald.
Daraus ist die Idee entstanden, geführte Touren überwiegend in unserer Heimat, rund um das Siegerland anzubieten. D.h. Sauerland, Märkischer Kreis, Bergisches Land, Wittgenstein, Westerwald, bis hin zu Rhein und Mosel. Aber auch Wochenendtouren z.B. nach Luxemburg. Und natürlich Touren ganz nach Kundenwunsch, also nach Euren Wünschen..
Dann kam der Gedanke, das es doch eine gute Idee wäre, wenn man denjenigen die zwar Lust auf eine Tour, aber kein Motorrad (mehr) haben, auch noch ein Motorrad anbieten könnte. So wurden 2 moderne Motorräder mit reichlich Ausstattung und auch ein Motorradtransportanhänger angeschafft.
Es war soweit:   MOTONIK – Motorrad Touren Technik   wurde im Frühjahr 2009 geboren.

Ich hoffe wir fahren mal 'ne Tour zusammen!


Euer Roland

 

Kurzbericht über unsere letzte Tour "Rund um die Ostsee 2012"

 

 

 

Tag 1 - Samstag, 19.05.2012:
Strecke: Siegen – Barleben (Nähe Magdeburg), 434km (BMW)
Wetter: trocken, bedeckt, 12Grad bei Abfahrt.
Start in Eiserfeld und über die A45, die A1 und die A2 ging es nach Barleben, in der Nähe von Magdeburg. Für den Beginn unserer Tour hatten wir erst einmal reichlich Autobahnkilometer geplant um zügig zu unseren eigentlichen Zielen voran zu kommen. Auf einem Rastplatz kurz vor Barleben haben wir einen Belgier getroffen, der alleine mit seiner Harley auf dem Weg nach St. Petersburg war, um sich dort mit Freunden aus Sibirien zu treffen. Gut, soweit wollen wir nicht. Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Barleben an und schon zeigte sich, das das Navi und die Wirklichkeit nicht immer zusammen passen. Angeblich hatten wir unsere 1te Zieladresse erreicht, dummerweise standen aber mitten auf einer Strasse und unsere Pension war auch nicht da. Nach kurzem selbstständigem Suchen hatten wir aber doch noch Erfolg und wurden freundlich in unserem ersten Quartier begrüsst. Nach dem Abladen der Koffer und kurzer eigener Grundreinigung haben wir bei strahlendem Sonnenschein das Stadtfest 950Jahre Barleben besucht, mit grossem Rummel, Hubschrauberflüge, Festzelt… Abends dann ein gemütliches Zusammensitzen mit unseren Vermietern im Innenhof, wo eine Gruppe von Anglern einen Grillabend veranstaltete, hier standen auch unsere Motorräder gut geschützt die ganze Nacht.

 

 

Tag 2, Sonntag, 20.05.2012
Strecke: Barleben (D) – Uniescie (Polen), 480km (BMW), gesamt 914km
Wetter: blauer Himmel, 19oC bei Abfahrt um 9:00Uhr.
Über die A2, die A10 und die A11 ging es bis zur polnischen Grenze, Dank der EU ist hier kein Grenzposten mehr und man fährt einfach so nach Polen. Weiter dann über die A6 an Stettin vorbei, nach dem Autobahnende bei Gollnow ging es über die E28 Richtung Kolberg und dann nach Uniescie, direkt am Ostseestrand. Auf einem polnischen Stück Autobahn war ein Rennradfahrer auf dem Standstreifen unterwegs. Bei den Ortsdurchfahrten waren dann überall Störche auf ihren Nestern zu sehen. Nach einem kurzen Bummel durch Uniescie gab’s dann als Abendessen Heilbutt. Im Anschluss ein Spaziergang am Strand mit Sonnenuntergang. Unser Quartier „Villa Stella“ war super. Alles sauber, ordentlich und einen Parkplatz im Hof.

 

 

Tag 3, Montag, 21.05.2012
Strecke: Uniescie (Polen) – Frombork (Polen), 299km (BMW), gesamt 1213km
Wetter: blauer Himmel, 22oC bei Abfahrt um 9:25Uhr.
Von Uniescie ging es über kleine und kleinste Nebenstraßen die zum Teil in einem schlechten Zustand waren, bis wir die E28 erreichten. Auf dieser Straße fuhren wir bis Stolp um dann durch die Kaschubische Schweiz an Danzig vorbei nach Frombork zu gelangen. In Stolp war es schwer die richtige Straße zu finden, da dort viel gebaut wurde und die Straßen noch nicht im Navi auftauchten, als Ausgleich gab’s dafür wunderschöne Alleenstrassen. Kopernikus war Domherr zu Frauenburg (Fromborg), der Kopernikus der die Idee mit den Kreisbahnen der Planeten hatte. Der Name taucht überall auf: Strassen, Hotels… Unser Quartier im „Reticus“ war in Ordnung und wir hatten sogar eine Garage für unsere Motorräder angemietet. Abends ein kurzer Spaziergang zur Bischofs-Kathedrale. Das Abendessen im „Don Roberto“ war bis dahin das Beste der Reise.

 

 

Tag 4, Dienstag, 22.05.2012
Strecke: Frombork (Polen) – Kaliningrad (Russland) - Nida (Litauen), 209km (BMW), gesamt 1422km
Wetter: blauer Himmel, 25oC bei Abfahrt um 9:30Uhr. In Kaliningrad 31,5oC. Nidda 35oC.
Heute soll’s nach Russland gehen! Jetzt geht die Zeit anders - wir müssen nämlich die Uhr eine Stunde vordrehen. Bis zur Grenze in Gronowo ging es noch dem Navi nach, in Russland war Karte lesen angesagt. Der Grenzübergang war weniger spektakulär als befürchtet. Zuerst Kontrolle der Reisepässe auf polnischer Seite dann ging es ein paar Meter weiter zum ersten russischen Kontrollposten. Hier dann Kontrolle der Reisepässe und Visas, dann gab’s die Migrationskarten zum ausfüllen. Das waren 2 DIN A6 grosse Formulare mit Angaben zur Person, Aufenthaltsdauer, Art des Visums, Besuchsort. Das alles füllt man schön auf der Strasse aus, gut das wir schönes Wetter hatten. Dann ging es weiter zum nächsten Kontrollpunkt. Hier musste jeder eine Zollerklärung, 2fach, ausfüllen. Wir bekamen ein Formular auf deutsch und mussten danach entsprechend auf den russischen Papieren eintragen oder ankreuzen. Angaben zur Person, Wohnsitz, Wareneinfuhr, Devisen, Angaben zum Fahrzeug. Der Grenzbeamte hat erstmal das erste ausgefüllte Formular kontrolliert und als alles in Ordnung war, wurde schnell der Rest ausgefüllt. Da bei uns alles ganz gut lief, sollten wir zwei Engländern aus Manchester doch beim Ausfüllen ihrer Formulare helfen. Auch das haben wir hinbekommen. Dann weiter zu einer Pass- und Fahrzeugpapierkontrolle. Alles wird genau kontrolliert und auch mit dem Migrationskarten verglichen und mehrfach abgestempelt, dann bleibt eine Hälfte dieser Karte an dieser Grenzstelle. Dann war alles erledigt, wir bekamen unsere Papiere wieder und durften nach Russland einreisen. Keine Gepäckkontrolle. Keiner wollte unsere grüne Versicherungskarte sehen, es wurde nur gefragt ob wir eine hätten. Keine wollte die Vollmacht für die Nutzung der Honda durch meine Frau sehen. Auch mussten wir keine Versicherung für die Motorräder abschliessen oder irgendwelche Gebühren zahlen. Der Beamte der die Formulare ausgab sprach sogar ein sehr gutes Deutsch und war sehr freundlich und hilfsbereit. Das hatten wir uns wirklich schlimmer vorgestellt. Weiter ging auf der 194 über Mamonovo und Laduskin nach Kaliningrad. Ab hier verlief es jedoch anders als wir gedacht hatten. Es ist einfach schwer, sich in diesem Verkehr zurecht zu finden und gleichzeitig die richtige Richtung an Hand von kyrillischen Strassenschildern zu finden. Die russischen Fahrzeuglenker sind auch nicht gerade eine Hilfe, wenn sie ihre Dickschiffe auf der Strasse bewegen. Da wird auch des öfteren mit 3 Autos nebeneinander auf einer zweispurigen Strasse gefahren. Erschwerend kommen noch die Kopfsteinpflasterstrassen und die tiefen/breiten Tramschienen hinzu. Auch Schlaglöcher sind reichlich und in jeder gewünschten Tiefe zu finden. Entspanntes Fahren ist etwas anderes. Jedenfalls haben wir keinen dieser bewachten Parkplätze gefunden und waren eigentlich schon wieder auf der Suche nach einem Weg aus Kaliningrad raus, als wir einen netten Russen auf einer BMW R1200GS im Stau trafen, der auch noch ein wenig deutsch konnte. Er hat uns dann in die Nähe des Königberger Doms geführt, ganz in der Nähe ist auch das Grabmal von Immanuel Kant.. Aber es kam noch besser: durch einen Freund, den er anrief, lies er uns sagen, das er in einer halben Stunde wiederkäme um uns aus Kaliningrad auch wieder rauszuführen. Und zur vereinbarten Zeit standen dann wirklich beide wieder bei uns am Parkplatz. Dieser mitgebrachte Freund (fuhr eine Suzuki DL 1000) wollte doch auch mal die 2 mutigen Deutschen sehen die Kaliningrad mit dem Motorrad besuchten. Dann haben die beiden uns noch schnell Geld getauscht, damit wir auf der Nehrung Geld für die Ökogebühr hätten. So hatten wir dann plötzlich 800 Rubel (20Euro) in der Tasche. Dann ging es gemeinsam aus Kaliningrad raus in Richtung Zelenogradsk und dann auf die Kurische Nehrung. Vorher wurde noch einmal schnell ganz billig getankt. Ingesamt 29,25Liter für umgerechnet 17,51Euro (705Rubel). 0,60Euro/Liter. An der Zufahrt zur Kurischen Nehrung war zwar ein Schlagbaum, doch der war oben und als wir ganz langsam weiterfuhren zeigte der zuständige Mensch auf unsere Motorräder und dann den Daumen nach oben, Geld wollte er keins von uns. So waren jetzt auf diesem berühmten schmalen Landstreifen, der Kurischen Nehrung. Die Fahrt geht auch hier ziemlich gerade aus und fast ausschliesslich durch Wald bis man an den Grenzübergang Russland/Littauen kommt. An der russischen Kontrollstelle muss wieder diese Zollerklärung 2fach, diesmal für die Ausreise ausgefüllt werden, danach geht es weiter zur Kontrolle von Reisepass und Fahrzeugpapieren. Hier wird auch die 2te Hälfte des Migrationsformulars abgegeben. Das war es dann, man darf Russland wieder verlassen. Dann an dem Littauischen Kontrollposten eine Kontrolle aller Papiere und die Zahlung einer Ökogebühr und weiter geht die Fahrt auf der Nehrung bis zu unserem Quartier in Nidda. Auch hier wieder ein sehr schönes Zimmer und zum Abendessen gibt’s Heringssalat als Vorspeise und Scholle als Hauptgang. Wir sind halt direkt an der Ostsee. Zum Tagesabschluss wieder ein langer Sparzierung am Wasser entlang.

 

 

Tag 5. Mittwoch, 23.05.2012
Strecke: Nida (Litauen) – Ventspils (Lettland), 294km (BMW), gesamt 1716km
Wetter: blauer Himmel, 22oC bei Abfahrt um 9:25Uhr.
Bei unserem Spitzen Frühstück stellte sich dann heraus, das der Sohn unserer Wirtin in Weidenau zur Uni gegangen ist. Die Welt ist klein. Auf der Kurischen Nehrung ging jetzt es bis ganz ans Ende, um dann wieder aufs Festland zu kommen, muss man mit einer Fähre übersetzen. Als wir im Anlegebereich ankamen, konnten wir sofort auf die Fähre auffahren und als wir die Motorräder abstellten wurden bereits die Rampen geschlossen und es ging sofort los. In Klaipéda haben wir auf dem Marktplatz vorm Theater das „Ännchen von Tharau“ besucht, auch gab es dann hier die ersten Andenken in Form von Bernsteinschmuckstücken. Von dort ging es weiter über die 11 nach Liepaja und über Grobina nach Ventspils. Das letzte Stück Strecke ging fast 100 km geradeaus, 25 min. lang begegnete uns kein Auto.

 

 

Tag 6. Donnerstag, 24.05.2012
Strecke: Ventspils (Lettland) – Riga (Lettland), 246 km (BMW), gesamt 1962km
Wetter: blauer Himmel, 12oC bei Abfahrt um 9:00Uhr.
Ganzen Tag über kühl. Über die P124 ging es bis Kap Kolka, von dort über die P131 und A10 weiter nach Riga. Die Strecke bis Kap Kolka ist absolut monoton, links Bäume, rechts Bäume und immer gerade aus, am Kap können wir sicher die Motorräder ohne Ständer einfach stehen lassen. Die Straßenverhältnisse waren größtenteils gut, aber es gab immer wieder Abschnitte, wo man durchgeschüttelt wurde. Auf einer Strecke von 50km kein weiteres Fahrzeit getroffen! Am Kap selber ein wunderschöner Sandstrand, den wir fast für uns alleine hatten. Mittagessen gab es am Nachmittag in einem kleinen Lokal direkt an der Hauptstrasse, von außen wirklich unansehnlich, aber innen ganz nett und eine junge Dame konnte uns auch einen Teil der Speisekarte auf Englisch erklären. Das Essen war spitze. Kurz vor Riga wurde die Hauptzufahrtsstraße erneuert und es ging durch eine lange Baustelle, in deren Verlauf ein langes Stück aus ganz grobem Schotter bestand. Damit es nicht so staubt, wurde Wasser versprüht, beide Motorräder sehen jetzt richtig klasse aus. Die Pension „Jakob Lenz“ in Riga war schnell gefunden, die Straße sah nicht sehr einladend aus, aber das Haus ist sehr schön, von innen zumindest. Der Innenhof auf dem die Motorräder stehen, sieht allerdings sehr runtergekommen aus. Abends ging es noch auf Erkundungstour in die Altstadt um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen.

 

 

Tag 7. Freitag, 25.05.2012
Strecke: keine
Wetter: Sonnenschein
Frühstück mit anderen Gästen in einem kleinen Frühstücksraum und dann ging es zu Fuß in Riga los, denn wir haben diesen Tag ganz ohne Motorradfahren verbracht. Auf dem Weg zur Altstadt sieht man überall Jugendstilgebäude. Riga gilt als Hauptstadt des Jugendstils in Europa. Mittags im Dom zu Riga bei einem Orgelkonzert gewesen. Am Rathausplatz das Schwarzhäupterhaus und den Roland von Riga besucht. Mit dem Lift der St. Petri Kirche in den Turm und einen prima Rundblick über Riga genossen. Hinter der Kirche waren dann die Bremer Stadtmusikanten und verschiedene Stände mit Bernstein und selbst gestrickten Socken oder Mützen. Mützen - die Sonne brennt, man schwitzt, wer braucht da gestrickte Mützen? Besuch der größten russisch orthodoxen Kathedrale in Riga. Zum Abendessen waren wir wieder im Vermanitis.
Es ist beeindruckend was hier für Autos fahren: Jeep, Porsche Cayenne, sehr viele Lexus, Jaguars, Bentley

 

 

Tag 8. Samstag, 26.05.2012
Strecke: Riga (Letland) – Siauliai (Litauen) – Riga (Lettland), 250km (BMW),  gesamt 2212km
Wetter: bewölkt, ein paar Regentropfen, 13,5oC bei Abfahrt um 9:30Uhr. Ganzen Tag über kühl.
Heute ging es mit der BMW nach Siauliai, zum Kryziu kalnas, dem Berg der Kreuze. Dort stehen tausende von Kreuzen auf einem kleinen Hügel und drum herum. Es sind so viele, das es unmöglich ist sie zu zählen und es kommen täglich neue dazu. Studenten haben mal versucht sie zu zählen und bei 50.000 aufgehört. de.wikipedia.org/wiki/Berg_der_Kreuze . Auf dem Weg dorthin sind wir an schier endlosen gelb blühenden Felden entlang gefahren, es sah traumhaft aus. Auf dem Rückweg hat es kurz angefangen zu regnen und wir konnten unsere neuen Regenjacken testen, später wurde es dann wieder richtig schön war und sonnig. Am Abend sind wir noch ein letztes Mal in die Altstadt zum Essen gegangen. In einer Pizzeria wollten wir gemütlich zu Abend essen, doch dieser Plan wurde durch eine Gruppe Belgier zunichte gemacht. Als dann noch 7 Mädels vorbei kamen und Junggesellinnenabschied feierten, war der Lärmpegel sehr hoch. Die zukünftige Braut verkaufte Schnaps für 2 Lats und dafür durften sich die Männer dann mit ihr Fotografieren lassen. Auf dem Weg nach Hause haben wir noch mehrere Gruppen gesehen, die Junggesellinnenabscheid feierten.

 

 

Tag 9. Samstag, 27.05.2012
Strecke: Riga (Letland) – Tallinn (Estland) 316km (BMW) gesamt 2528km.
Wetter: bewölkt, 17,5oC bei Abfahrt um 9:30Uhr. Später Sonnenschein.
Es war nicht viel Verkehr und so sind wie auf der E67 Richtung Tallinn gut vorran gekommen. Zwischendurch haben wir an einem schönen Sandstrand Rast gemacht und in dem Badeort Pärnu noch einmal mit den Füssen ins Wasser. Hier haben wir eine Gruppe von finnischen Harley Fahrern getroffen. Nach näher man Tallinn kommt, desto stärker wird der Verkehr. Das Hotel war schnell gefunden, ein schönes grün gestrichenes Holzgebäude. Das Hotel ging so, dafür war es nur 300m von der Altstadt entfernt. In der Stadt vor das „Lille Tallinn Festival“ und überall wurde Musik gemacht und getanzt. Vorsicht man nähert sich Skandinavien, in der ersten Gaststätte wollten sie für ein 0,5l Bier 5,80Euro!!!

 

 

Tag 10. Samstag, 28.05.2012
Strecke: Tallinn (Estland) 0km
Wetter: Sonnenschein
Das bisher schlechteste Frühstück, kaum Essen auf dem Buffet und nach gelegt wurde meistens erst auf Anfrage. Die Gäste die nach uns kamen taten mir leid. In der Bäckerei nebenan wurden Teilchen für den Hunger zwischendurch gekauft. Dann ging es auf einen ständigen Markt. Hier konnte man alles bekommen, sogar Grabsteine! Dann ging es hinauf zum Domberg, dort war es schlimm, es wimmelte nur so von Reisegruppen und anderen Gruppenführungen. Alles viel zu laut und viel zu hektisch. Unten in der Stadt Tallinn war es dann etwas ruhiger. In einem Supermarkt (Rimi) gab es dann 2x 1/4Pizza zum mitnehmen. Die wurde dann im Park auf der Bank schön in der Sonne sitzend gegessen. Und weiter ging es durch die Altstadt und wieder zu Rathausplatz, wo die nächsten Vorführungen stattfanden. 4 junge Männer mit Instrumenten und danach verschiedene Darbietungen einer Tanzschule. Abendessen bei einem Inder direkt am Rathausplatz. Auf dem Nachhauseweg fing es dann an zu regnen.

 

 

Tag 11 - Dienstag, 29.05.2012
Strecke: Tallinn (Estland) - Helsinki (Finnland), 8km (BMW), gesamt 2536km
den Rest der 90km hat die Fähre übernommen.
Wetter: trocken, bedeckt, 12oC bei Abfahrt.
Nach dem heute etwas besseren Frühstück wurde noch schnell Proviant in der Bäckerei für die Fährüberfahrt gekauft. Um ca. 9.40 Uhr ging es los Richtung Fähre, der Weg dorthin war nicht lang, ca. 3 km. Wir mussten dort gar nicht lange warten bevor es aufs Schiff ging. Die Motorräder durften zuerst auf die Fähre. Vor uns waren 5 weitere Motorräder: 2 Esten, 1 Schweizer und 2 Deutsche. Beim Verzurren der Motorräder zeigte sich mal wieder: selbst ist der Mann, die Gurte die wir hingestellt bekamen, konnte man grösstenteils vergessen, also Koffer auf und die eigenen Spanngurte rausgeholt. Auf Deck haben wir uns schön in der Sonne gesetzt und unseren Proviant verspeist. Überfahrt Tallinn - Helsinki 2 Personen + 2 Motorräder 82,-Euro, Tallink Silja Line. Nach 2 Stunden Überfahrt waren wir dann im Hafen von Helsinki, das runter Fahren vom Schiff ging schnell, aber das runter kommen vom Hafengelände zog sich lange hin. Es war an der Ausfahrt eine Baustelle und es kamen immer nur ein paar Autos raus. Nach 4 km Fahrt durch die Innenstadt haben wir dann unser Hotel erreicht, Parkplatz direkt vor dem Haus (12 Euro) mit Parkzettel, welcher mit Kreppklebeband an der Scheibe befestigt wurde. Das Zimmer Scandic Marina war sehr schön und gepflegt aber auch das Gegenteil von günstig. Die Lage ist optimal, man ist in 5 min. mitten in der Stadt. Gegen Abend ging es dann auch noch in die Stadt, über den Markt, der leider gerade abgebaut wurde, Richtung Domplatz. Dort waren ca. 800 Studenten am feiern, sie saßen alle auf Bierzeltgarnituren und hatten Essen und Trinken selbst mitgebracht. Sie feierten 200 Jahre Helsinki als Hauptstadt von Finnland. Es gab Ansprachen und zwischendrin wurde gesungen, alle hatten weiße Mützen auf. Andere Menschen waren eingeladen mitzufeiern, vor dem Dom saßen fünf junge Leute, die einen Tisch und Stühle aufgebaut hatten und auch am Essen waren. Nun mussten wir uns auch mal um unser Essen kümmern, das war etwas schwierig, da alles sehr teuer ist, wir haben dann ein nettes Lokal gefunden,
das Bestellen und bezahlen muss man direkt an der Theke, wer sich direkt an den Tisch setzt, outet sich direkt als Tourist. Hier zahlt jeder nur noch mit Karte, ein Bier an der Theke holen - Karte zücken.
Es war gegen Abend sehr kühl und windig.

 

 

Tag 12 – Mittwoch, 30.05.2012 Helsinki
Strecke: keine
Wetter: trüb, Wolken verhangen und kalt. Gegen Abend Sonne.
Nach einem wirklich guten Frühstück, ging es in die Stadt, als erstes in die Uspenski Kathedrale, die wohl größte orthodoxe Kathedrale Finnlands (westl. Europa?) Dann ging es auf den Markt und in die alte Markthalle, dort haben wir zwei Baguettes gekauft und Roland ein Brötchen (1€) und vier Scheiben Rentierschinken (2,30€). Weiter ging es in den Dom, dort war um 12 Uhr ein Orgelkonzert, es war allerdings nicht so schön wie das in Riga. Den Nachmittag haben wir auf Suomenlinnen verbracht, das ist eine Seefestung die direkt vor Helsinki liegt. Sie steht in der UNESCO-Liste für Weltkulturerbe. Wird auch Gibralta des Nordens genannt. Es war allerdings wesentlich kälter. Im 20 min. Takt fahren kleine Fähren dorthin, die Festung besteht aus mehreren kleinen Inseln, die mit Brücken verbunden sind.
Nach dem vielen Laufen einfach nur platt.

 

 

Tag 13 – Donnerstag, 31.05. 2012
Strecke: Helsinki – Turku, 169km (BMW), gesamt 2705km
Wetter: trocken, bewölkt aber kalt. 10,5oC bei Abfahrt um 9:25Uhr.
Zum Frühstück gab es Finnisches Gebäck (x) mit Eierbutter. Abfahrt 9.25 Uhr, über Landstraßen ging es Richtung Turku, die meiste Zeit fuhren wir parallel zur Autobahn. Das erste Stück war überwiegend 60 km/h, später meist 80 km/h. Die Strecke war sehr schön, zwischendurch mussten wir kurz anhalten um einen Pulli anzuziehen, es wurde einfach nicht wärmer. In Turku haben wir das Haus sofort gefunden, es machte aber niemand auf, die Schwestern waren in der Kirche. Nach mehrmaligem klingeln, machte ein anderer Gast auf. Es sind 9 Schwestern in dem Haus, die meisten sehen aus, als kämen sie aus Indien. Unser Zimmer ist im dritten Stock, aber es gibt zum Glück einen Aufzug. Die Zufahrt zum Parkplatz besteht aus zwei Fahrspuren und in der Mitte gehen Treppenstufen durch. Nachdem von der Honda ein Koffer entfernt wurde, hat Roli sie auf den Parkplatz gefahren, mit der BMW natürlich über die Stufen gefahren. Das Zimmer ist einfach aber sauber, als erstes haben wir einen Mittagsschlaf gehalten, wir waren beide müde von dem vielen Laufen am Tag vorher. Später ging es durch die Stadt und am Fluss entlang zurück. Dort lagen viele Boote, die nur noch als Restaurants genutzt werden. Die meisten Leute liefen aber mit ganzen Bierkartons am Fluss entlang um sich irgendwo nieder zu lassen und zu trinken. Dafür dass der Alkohol hier so teuer ist wird richtig viel getrunken. Essen gab es in Turku's ältester Pizzeria „Dennis“, es war ein sehr schönes gemütliches Lokal. Als Vorspeise gab es Krautsalat auf Kosten des Hauses. (Preis für das Essen: 36,80)

 

 

Tag 14 - Freitag, 01.06.2012
Strecke: Turku – Rauma – Turku alles in Finnland, 251km (BMW), gesamt 2956km
Wetter: bewölkt und kalt. Nachts hat es geregnet.
Nach dem Frühstück ging es erst zum Fährterminal um noch schnell eine Kabine für die Überfahrt morgen zu buchen. Da das Wetter nicht so gut ist, können wir uns so mal etwas hinlegen und uns umziehen. Dann ging es nach Naantali, einem kleinen Ort an der Küste, dort stehen lauter kleine alte Holzhäuser. Auf einer vor der Küste liegenden Insel konnte man die Sommerresidenz des Finnischen Präsidenten sehen. Auf einer anderen lag Mumminland, ein Freizeitpark. Weiter ging es nach Rauma, die Stadt steht auch auf der UNESCO-Liste, sie ist die älteste und die am besterhaltenste Holzstadt in Finnland. Lauter kleine, bunte Holzhäuser reihten sich aneinander. Die Gassen dazwischen waren aus Kopfsteinpflaster, es war sehr „hüggelig“. Nach einem Stadtrundgang war ein Stopp in einer kleiner Konditorei angesagt um noch einmal was warmes zu trinken und auch landesübliche Leckereien zu probieren. Als wir wieder auf der Straße waren, hatten sich am Himmel schwarze Wolken aufgetürmt, also sind schnell zum Motorrad, Regenjacken angezogen, und schon fing es schon an zu regnen. Etwas außerhalb der Stadt haben wir noch schnell getankt und weiter ging es an einem großen See entlang Richtung Turku. An einer kleinen Badebucht haben wir kurz angehalten, es hatte etwas aufgehört zu regnen. Später fing es wieder richtig an und die Temperatur fiel auf 8oC und wir kamen ziemlich nass zurück. Nach einer heißen Dusche ging es in die Stadt zum Essen, die Pizzeria von gestern war wieder unser Ziel. Auf dem Weg dorthin haben wir in einem Supermarkt noch Brötchen, Wurst, Käse und Frikadellen für die Fährüberfahrt nach Stockholm gekauft.

 

 

Tag 15 – Samstag, 02.06.2012
Strecke: Turku (Finnland) – Stockholm (Schweden)
Wetter: Regen
Heute gab es ein sehr frühes Frühstück, da unsere Fähre nach Schweden um 8:45Uhr ablegt und man 1Stunde vorherr da sein sollte.
Nach einer kurzen Wartezeit unter einem Blechdach gings aufs Schiff, wieder schnell die Motorräder festgezurrt und dann in der Kabine umgezogen.
Also das Sonnenbaden an Deck konnte man vergessen: Regen und viel Wind und so gab es nur einen kurzen Abschied von Finnland.
Unter Deck wurde viel zum Zeitvertreib angeboten: Bingo, die Blues Brothers, Karaoke, Tanzmusik...

Schreibe morgen weiter

 

 

Leider haben wir meistens eine so langsame Internetverbindung das selbst so kleine Einträge wie unsere Kurzberichte oftmals wegen Zeitüberschreitung abgebrochen werden.
Und so schreibt man alles 3-5 mal.

Wir sind jetzt in Schweden in Malmö

Dann werde ich die fehlenden Tage hoffentlich nachtragen können.